Habe mir gestern ein Kissen mitgenommen, zur Bank, das war wunderbar. Schmerzfreies Lümmeln wurde möglich. Als ich zurückkam bin ich nochmal schnell zum Garten runter und fing an, zu jäten. Es ist die beste Zeit, die Sonne ist weg und ein leichter Wind geht, ich musste dann abbrechen, weil ich Hunger bekam.
Ein neues Phänomen: eine Wandergruppe. Ein kleiner Trupp Menschen, die laut schwätzend die Roaring Beach Rd entlangwanderten, Richtung Meer, mich von der Ferne bemerkten und fassungslos anstarrten: „Wohnen hier MENSCHEN?!“ und dann weiterzogen.
Den Abend verbrachte ich auf der Terrasse mit meinem MP3-Player. „Wieso geht das eigentlich?“, fragte ich mich, denn es war neu, dass ich sowas machte am Abend: den Himmel betrachtete, wo der Sandmann oder wer immer dafür zuständig ist, einen Stern nach dem anderen entzündete. Und dann kam mir die Erleuchtung: kein Wind. Ein kleines Lüftchen regt sich immer, grade so, dass es angenehm ist bei der Hitze, aber kein Wind.
S. brachte mir einen halben Kohl und Artischocken. Er sagte, es sei total ungewöhnlich für November, dass es so viele Tage hintereinander so heiß ist, über 30 Grad. Normalerweise wechselt das Wetter ständig und nur im März gibt es eine ruhige Zeit, wo es am Stück dann mal gleich ist.
D. schickte mir ein Foto von der Kindergruppe: fünf große Plastikeimer auf der Terrasse mit jeweils einem Kind drin.
Ich schaffte es nicht, die Motorsäge zu starten, ich fürchte, sie ist abgesoffen. Habe natürlich wieder vergessen, wie ich an die Zündkerze komme und muss S. fragen. Der erwartet für morgen schon wieder einen Truck! Unglaublich, dass er ständig diese Monster hier haben will. Er erzählte, wie ein 20-Tonner (oder 50-Tonner?) ihm die erste Brücke hier über den Creek kaputt gemacht hat, dann hat er eine stabile Brücke gebaut. Und immer hat er noch nicht genug von Trucks.
Vorhin war ich am Meer und dachte, ich sollte da reingehen wollen. Aber ich beobachtete ein Paar ohne Wetsuits, das grade eben dies tat. Winzigklein sah ich sie, von meiner Klippe aus, aber das Drama war trotzdem zu sehen: sie fand es fuuuuurchtbar kalt! Er ging vorneweg, redete auf sie ein, drehte sich schließlich um und zog sie an der Hand tiefer rein. Sie ließen sich von ein paar Wellen überspülen und gingen dann ganz schnell wieder raus. Mein persönlicher Gefrierpunkt liegt ja bei 20 Grad, alles, was darunter ist, betrachte ich als Mordversuch an mir. Ich sollte aber zumindest mal mit den Füßen reingehen.
War dann noch kurz im Garten, um den Rest des Weges zu jäten, S. kam auch grade und ich bekam eine erste Erdbeere. In ein paar Tagen geht es los, dass die reif werden.







