Montag, 25. Dezember 2017

Bescherung

Ich war schon früh wach und hörte Charly unter dem schwarzen Tuch in seinem Käfig rumoren. Ich ließ sie raus und gab ihr ein Stück Apfel, was sie zierlich in einer Kralle hielt und dann artig zerkranschte. Natürlich machte sie mehrfach 'Kacka' und versuchte, meinen Pullover ein bisschen zu durchlöchern, was sie, zu ihrer grenzenlosen Überraschung, nicht durfte. Jetzt zetert sie laut, denn hinten im Haus hört sie die Kinder rumoren. Sie verbringt normalerweise den Tag auf der Schulter von Lara, wenn die zu Hause ist. Heute gibt es ein Riesenfrühstück, zu dem auch Jo., der älteste Sohn von H., und A., seine Freundin kommen.

Später:
Jo. und A. kamen und es gab das Riesenfrühstück, wobei wir vor dem Essen „Piep, piep, piep“ aufsagten:

Piep, piep, piep,
wir ha'm uns alle lieb.
Jeder ißt soviel er kann,
nur nicht seinen Nebenmann.
Und wir nehmen's ganz genau
auch nicht seine Nebenfrau.
Hat er sie dann doch gegessen,
Zähneputzen nicht vergessen.

Nach dem Frühstück rappten die Jungs ein paar Weihnachtslieder. Dann hätte es traditionellerweise ein kleines Puppenspiel geben sollen, aber da die Kinder seit einiger Zeit da rüber hinaus sind, schauten wir uns ein Video mit einem Zusammenschnitt der Puppenspiele von früher an. Dann las Dorka das Weihnachtsgedicht von ihrer Mutter vor, was sie jedes Jahr tut. Und dann wurden die Geschenke ausgepackt. Mein schönstes Geschenk war eine frisch geschärfte Kette für meine Kettensäge. So war mein Weihnachten.


Als D. und ich später runter an den Strand fuhren, zu einem Spaziergang, wurden wir an einem Kreisverkehr angehalten, wo ALLE Autofahrer pusten mussten! Am ersten Weihnachtsfeiertag! Das ist nun wirklich nicht feierlich.


 

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