Nun war ich endlich mal in D.s Busch-Kindergarten, das war total nett. Die Kinder werden von den Eltern hoch zu dem Waterworks-Ressort gebracht, alle haben Rucksäcke voll mit Essen und Klamotten dabei. Sie bleiben von 9 bis 14 Uhr da draußen, in einem sehr schönen Parkbereich auf dem Berg, mit zwei kleinen Seen und einigen Grillhütten und Picknick-Plätzen.
D. macht so eine Mischung aus festem Rahmen und freiem Spiel, aber den Ablauf bestimmen im Großen und Ganzen die Interessen der Kinder und was die grade umtreibt. An diesem Tag hatte D. flache Steine mit, die wir bemalt haben, um sie auf das Grab der gestorbenen Gans zu legen. Dort wurde dann nochmal das Lied gesungen, was sie für sie gedichtet haben. „All the geese miss you and we too.“
Dann gingen wir hoch zu einem Picknicktisch und alle packten ihre Lunch-Boxes aus. Das Essen verlief sehr ruhig und danach zogen die Kids allein los, um in den Bäumen rumzuklettern oder Löcher zu graben und sowas. Sie bewegen sich ganz ungezwungen und reden pausenlos miteinander. Wenn sie irgendwas Interessantes entdeckten oder Hilfe brauchten, holten sie D., ansonsten machten sie ihr Ding.
Später gingen wir alle dann runter zu einer Grillhütte, wo es Lunch gab und dann sollte geknetet werden, aber die Kids zogen schon wieder los und durchstöberten das Wäldchen dort, so dass D. sie machen ließ. Manchmal gibt sie Input, erzählte D., wenn sich ein bestimmtes Thema ergibt, dann erzählt sie ihnen was darüber – in der Regel geht es um Pflanzen und Tiere – und sie basteln oder malen was dazu, aber meist kreieren die Kinder ihre eigenen Tätigkeiten. Die Kinder sind immer sehr traurig, wenn sie in die Schule kommen und sie keine Bush-Kids mehr sind, denn das entspricht ihnen mehr als die oft leere Ordnung und das langweilige Programm der Schule.















