Mittwoch, 6. Dezember 2017

Downtown

Heute bin ich am Morgen mit H. losgegangen, der immer am Mittwoch in dem Laden mit den E-Bikes arbeitet. Erst brachten wir L. zur Schule, die hier ganz in der Nähe ist. Es gibt keine Ampeln hier oben, deshalb steht an der Kreuzung bei der Schule eine Lollypopp-Lady, d.h. eine Schülerlotsin mit einer großen Scheibe auf einer Stange, die die Autos anhält. Erst holte sie uns drei rüber zur Schule, dann brachte sie Horst und mich über zwei Ecken dahin, wo wir hinmussten, total nett ist das. Und alle Autos halten natürlich, wenn sie den Lollipopp hebt.
Wir gingen zu Fuß runter zur Stadt zu teros, wo H. oben im 1. Stock seine E-Bike-Werkstatt hat. Der Laden ist toll - eine Art Miniatur-Manufaktum. H. hatte dem Besitzer, als er in München war, einen Katalog mitgebracht, da hat er sich gefreut.
Ich habe dann die Stadt durchstöbert nach Informationen: Tourist-Information, Kartenladen,  Info-Point, Fähranleger zum mona, Schifffahrts-Museum, Bus-Info-Station etc., ich habe einen Riesenpacken Infomaterial eingesackt.







Und ich habe schön eingekauft. In der Nachbarschaft vom teros ist ein kleiner Laden mit indischen und nepalesischen Klamotten, der von einem sehr feinen, älterem Herrn geführt wird. Ich kaufte dort eine Jacke und er sagte, er hätte, nach dem Erdbeben in Nepal, dort eine Riesenmenge Zeug gekauft von kleinen Handwerksbetrieben, um den Leuten zu helfen. Normalerweise kauft er nämlich in Indonesien und Indien ein. Das hat mich gefreut, dass ich dort eine Jacke gekauft habe.


Fähre zum Mona.





Festliche Stimmung in der Stadt.
 Zurück ging ich wieder zu Fuß, es ist ein sehr nettes Viertel hier:



Waschsalon.





D. kam von ihrer Kindergruppe und erzählte, sie hätten heute den Tag damit verbracht, eine Gans zu begraben. Die hatten sie immer gefüttert, seit Jahren war sie dort oben im Waterworks Ressort an einer bestimmten Stelle, sie hatte auch einen Namen: Mama Goosey-Goose. Heute lag sie tot im Gebüsch. D. lieh sich vom Ressort-Pfleger einen Spaten, er half ihnen, ein Grab auszuheben, sie holten Moos und polsterten es schön und legten ihr was zu essen rein: Salat, Apfel und Sonnenblumenkerne. Dann dichteten sie ihr ein Lied und dankten ihr für die gute Zeit, die sie mit ihr hatten. An der Beerdigung nahm auch eine alte Lady teil, die auch die Gans hatte füttern wollen.

Da heute Nikolaus ist, was ohne mich niemand bemerkt hätte, habe ich meine Schuhe geputzt und hingestellt. Den Nachmittag verbrachte ich dann wieder mit den Enten im Garten und wir amüsierten uns wie die Wombats mit dem Durchwühlen der Erde. Und als ich zurückkam ins Haus  waren meine Schuhe RANDVOLL mit Schokolade, Gummibärchen und einer Mango gefüllt! So kann das gehen hier, mit dem Nikolaus.

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