Es stürmt und regnet, wie von S. angekündigt, die Luft ist warm. Ich habe gepackt und frühstücke gleich. Vielleicht warte ich, bis der Regen aufhört. Allerdings ist es gut, vor dem großen Sturm durch den Busch zu fahren, weil die Eukalyptusbäume häufig riesige Äste fallenlasssen oder gleich selber umkippen. Bei dem letzten Sturm war ein Gigant mit sich ca. zwei Meter Durchmesser direkt an der Straße, neben einer Brücke umgekippt – genau in die andere Richtung! An dem Tag, als ich mit S. nach Hobart fuhr war das, wir wären da nicht weggekommen, wenn er andersrum gefallen wäre.
Später, in Hobart
Ich ging dann noch hoch zu S., brachte ihm den Rest Brot und trank noch einen Tee mit ihm. Dann ging ich runter, setzte ich mich ins Auto, drehte den Zündschlüssel um: nichts. Batterie leer.
Wir haben einen Total-Fire-Ban-Day und ich saß in einem Auto mit leerer Batterie und hatte kein Mobile und überhaupt – so ein elender Mist. Ich rannte los, um S. zu suchen. Ich fand ihn oben nicht, rannte zum Garten runter, da war er nicht, rannte wieder hoch, da fand ich ihn dann.
Und er sagte die beiden, für ihn so typischen Worte: „No problem.“
Dann begann er, die Starterkabel zu suchen und fand sie nicht im Ute. Dann holte er den Schlüssel für das andere Auto und suchte dort: nichts. Dann suchte er nochmal im Ute: nichts. Dann suchte er nochmal im anderen Auto: da waren sie dann. Und wir brachten damit mein Auto in Gang. Die Batterie war leer, weil eine Tür nicht richtig zu war und das Warnzeichen allen Strom verbraucht hat. Vermute ich jedenfalls.
Als ich am frühen Nachmittag hier ankam waren draußen 34 Grad, es wehte ein Wind, der wirklich wie ein heißer Fön war. Zum Glück haben sie hier eine Klimaanlage.
Leider sind die Enten etwas krank, sie haben was an den Füßen, die Armen.
Nach dem Abendessen gingen D. und ich ganz lange mit dem Hund, weil es
plötzlich windstill war und warm – wir hatten südeuropäische
Verhältnisse hier, ganz ungewöhnlich. Das war eine schöne Entschädigung
für diesen kruden Start in den Tag. Jetzt tobt wieder draußen der Sturm
und das Haus zittert und bebt.
Morgen fahren wir zum Mount Field Nationalpark.














