Dienstag, 31. Oktober 2017

Lampe

Heute ist ein Regentag und ich bin entzückt, mein Leselager oben am Panoramafenster aufschlagen zu können. Zur Entspannung habe ich zwischendurch mal so eben eine designerische Handwerks-Meisterleistung vollbracht - ich habe eine Lese-Stehlampe aus Original Roaring-Beach-Materialen gebaut: Reste von Fußleisten und einem Regalbrett, eine verrostete Eisenstange als Gewicht und dem 12-Volt-Leuchtstab, den H. mir mitgegeben hat. Die größte Schwierigkeit war, dem Ganzen eine gewisse Schräge zu geben, damit das Licht nicht entweder an die Wand scheint oder zu Boden fällt. Das Eisenstück verhindert ihr Umkippen. Heute Abend wird sie eingeweiht.







Dann schien plötzlich wieder die Sonne und ich ging hoch zu S. um zu fragen, wo ich Bohrer kaufen kann. Er war in seiner Werkstatt und ungewöhnlich kurz angebunden. In Nubeena kann ich im Hardware-Store Werkzeug kaufen, das ist ja erfreulich. Ich werde Mittwoch hinfahren, wenn die Bücherei aufhat. Oder Freitagnachmittag, mal sehen.
Ich machte noch ein paar Fotos von dem Boot, das er gebaut hat und stapfte dann ein bisschen den Berg hoch. Es gibt einen breiten Weg, der steil nach oben führt, aber – laut meiner Karte – irgendwann aufhört. Den werde ich mal ausprobieren, wenn mich die Wanderlust packen sollte.




Formen.

Wieder zurück sah ich in unserem Wasserteich ein totes Wallaby schwimmen, zum Glück ganz am Rand. Ich zog es raus, es hatte ein Baby im Beutel. Wie traurig das ist, dieses tote Tier und sein Baby. Ich begreife nicht, wie es dort hineingeraten ist. Vielleicht hat es beim Trinken sein Gleichgewicht verloren.




Abends
Ein Vogel! Ein Vogel steht im Vogelbad! Eine Krähe! Ich sah es von oben, griff zu Kamera und der Vogel äugte misstrauisch zu mir hoch. Er wollte nicht beim Baden fotografiert werden und flog dann weg, aber: ES FUNKTIONIERT! Mein Triumph kennt keine Grenzen! Ich wundere mich allerdings, dass das Bad für so einen großen Vogel interessant ist, ich hatte es ja eher für die kleinen geplant. Eventuell muss ich doch die große Schüssel reinstellen.
S. kam um mich zu warnen, dass morgen nochmal der Wassertanklaster kommt. Das ist ja total nett. Ich werde mich hier nicht wegrühren mit dem Auto. Er ging dann weiter runter zu seinem Garten, um sich sein Abendessen zu holen. Er ernährt sich wohl ganz überwiegend von eigenem Anbau.








Eben sah ich in der Dunkelheit ein Auto fahren – im Busch auf dem Berg gegenüber! Das ist ja verblüffend. Dort muss eine Straße sein, die hinauf führt zu dem Haus von dem deutschen Surfer, der dort halbjährig wohnt. Ich bin gespannt, ob ich die hier herum alle mal kennenlerne.

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