Dienstag, 14. November 2017

Vorgarten


Jemand – und ich habe einen ganz bestimmten Verdacht! - hat heute Nacht die Geranie zusammengefressen, die im Vorgarten, d.h. im umzäunten Bereich vor der Veranda wächst. Der Maschendraht hatte große Löcher, ich wollte alles mal richten und großräumiger machen, aber war noch nicht dazu gekommen. 
Jetzt war der Tag da: ich habe den gesamten Nachmittag damit verbracht, Maschendraht zurechtzuschneiden und zusammenzufisseln und abzudichten und an der Rückwand mit Bretter zu verstärken und mit Steinen am Boden zu befestigen. 
Natürlich war der Tucker nach drei Mal tuckern leer und ich wusste nicht, wie ich die neuen Klammern reinbekomme. Das ist so ein ganz gewaltsamer Tucker, damit wollte ich nicht experimentieren. Bin zu S. hoch, aber fand ihn nicht, auch nicht unten im Garten. Also improvisierte ich ohne Tucker. 
Ich musste überhaupt sehr viel improvisieren, weil ich noch nie mit Maschendraht was gemacht hatte. Es zog sich endlos hin. Meinen Plan, die Erde zu erneuern mit der guten Gartenerde von dem anderen Garten musste ich fallenlassen, ich fing bald an, gegen die Zeit zu arbeiten, denn ich musste alles unbedingt dicht kriegen vor der Nacht. 
Ich holte dann noch von unten am Bach den Farn, den ich mir schon lange ausgekuckt hatte, pflanzte ihn ein, wässerte alles und schleppte noch ein paar dicke Steine an. Es ist alles noch sehr provisorisch, ich hoffe, es übersteht die Nacht. Und ich hoffe, der Farn überlebt und wächst an! Das wäre schön. Ich bin mir nicht sicher, ob er tiefe Wurzeln hatte, ich habe nicht tief graben können, er war so mittendrin in einem Gewirr von diesen stacheligen, knochenharten Gräsern, ich kam nicht richtig ran an ihn.



Zur Belohnung für meinen außerordentlichen Einsatz sah ich einen neuen Vogel mit wunderschönem, knallblauen Kopf und seinem Weibchen ganz in Braun, hier im Busch beim Vogelbad. Mein Vogelbuch sagt: Superb Blue Wren.
Bild aus dem Internet.
  Wenn den ganzen Tag die Sonne scheint und nur ein ganz milder, frischer Wind geht, dann bin ich wie ausgewechselt, merke ich, total voller Tatendrang. Ich bin irgendwie von der Sonne abhängig, scheint mir. Mein Bruder mailte mir eine alte tasmanische Weisheit: „Wenn dir das Wetter nicht gefällt, dann warte fünf Minuten.“

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