Als ich nach dem Mittagsschlaf aufstand, war das Wetter umgeschlagen und es regnete hin und wieder. Ich machte die letzten Reste des Holzes klein und stapelte es – wieder etwas geschafft! Dann wollte ich E-Mails fangen und nahm, unbelehrbar wie ich bin, die Spitzhacke mit. Das Resultat war, dass ich im, nun stark strömendem Regen zwei Stunden lang Disteln hackte. Ich sah, dass sie nicht nur am Creek unten waren, sondern sich über die freie Fläche hocharbeiteten, bis an den Weg zum Nachbarn mit dem klaren Ziel, in den Busch einzudringen, der hinter dem Weg beginnt. Also hacken. Ich fluchte und schimpfte lauthals, die Natur schwieg, der Regen strömte, nicht mal die Wallabies zeigten sich.
Als ich sie endlich alle hatte ging ich nur ganz kurz zum Meer und dann endlich heim. Nass bis auf die Haut, verdreckt und erledigt. Ich warf die Hacke von mir, holte mir eine Schüssel und zog nochmal los, zum Garten. Was für eine Wohltat war das, in Bergen von Beeren zu versinken, nach all dem Gemetzel an den Distelmonstern. Schwarze und rote, süß-säuerlich-fruchtige Sommerhimbeeren in Fülle und Überfluss. Ich war im Land, wo Milch und Honig fließen. Und auch die Obstbäume trugen schon ganz schwer – Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche, die werden auch bald reif.
Wieder im Haus schälte ich mich mühsam aus den nassen Sachen, machte sofort ein Feuer an und aß eine Riesenschüssel Beeren mit Joghurt, während draußen eine Art zweiter Sintflut ihren Anfang nahm. Ein Wombat zeigte sich am Haus, schon lange hatte ich keinen mehr gesehen. Der Kessel pfiff, das Feuer loderte, am liebsten hätte ich heiß gebadet, aber noch ist nicht genug heißes Wasser da, da muss der Ofen länger an sein.
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