Samstag, 30. Dezember 2017

Yachten

Ich bin wieder zurück und glücklich! Aber ich habe mein Mobile in Hobart vergessen und ich finde auch nicht das Verbindungskabel von der Kamera zum PC, obwohl ich total sicher war, es in die Fototasche getan zu haben. Also: keine Fotos mehr. Ich habe nämlich die ganz alte Kamera von H. gekriegt, wo es wirklich nichts mehr ausmacht, wenn ich die ruiniere. Jetzt habe ich mich also selbst ausgehebelt. Sogar unters Haus bin ich gekrochen um zu schauen, ob das Kabel durch die Ritzen der Terrasse gefallen ist: nichts. Es ist einfach völlig verschwunden. Und dann habe ich sogar hier eins gefunden, in meiner Elektronikabteilung, das in die Kamera passt, aber das Notebook reagiert nicht darauf. Es kann doch nie mal was einfach sein.
S. sagt, er hätte zwei Kabel, da würde sicher eins passen, was ich aber nicht glaube. Ich glaube, es gibt tausende von Kamerakabel und nicht eins passt zu zwei Kameras gleichzeitig.

Ich habe das Fliegenfenster für die Küche, das ich ausgemessen und Horst dann nach meinen Angaben gebaut hat, eingesetzt und das ging! Problemlos. Das konnte also doch mal einfach sein, ich muss es zugeben. Ich musste es nicht mal festschrauben, so wunderbar fügte es sich in den Rahmen ein. Nur das Netz musste ich etwas anders befestigen, um die obere Ritze zu schließen. Mein neuer Tucker führte sich dabei komisch auf. Einmal explodierte er förmlich, d.h. er brach vorne irgendwie auf und schoss die gesamte Klammerladung ins Nichts hinaus. Ich fand die später auf der Wiese vor dem Haus wieder.
Aber nun habe ich hier unten eine Frischluftquelle, ohne von den dicken Fliegen belästigt zu werden.








Yacht vom Sydney-Hobart-Race.


Als ich am Meer war gegen Abend und auf meiner Bank saß, da sah ich plötzlich ein Segel an Bruny Island vorbeiziehen Richtung Hobart. Und dann noch eins! Und nach und nach tauchte ein Segel nach dem anderen am Horizont auf – es war das Yacht-Rennen! Wie schön sah das aus, wie sie sich langsam im Dunst der Abendsonne in den Derwent-River schoben, an dessen breiter Mündung Hobart liegt. Nach all den Strapazen wird dort ein ausgedehntes Abendessen auf sie warten, eine heiße Dusche, vielleicht begeisterte Freunde oder Familien.
Es war eine einzige deutsche Yacht dabei, sie lag auf dem 11. Platz als ihr Ruder brach und sie aufgeben musste. Der Besitzer – so stand in der FAZ – hatte sein Leben lang dieses Rennen mitmachen wollen und dann sowas. H. sagte ungerührt: „Der hat eben nicht mit unseren Verhältnissen gerechnet, der ist immer nur die Weser hoch- und runtergesegelt.“
Ja, es geht hier wild und heftig zu, darauf sind sie stolz, die Tasmanier.












Ich schaute noch bei S.s Garten vorbei – die Obstbäume explodieren geradezu von Früchten, schade, dass er keine Vorratshaltung betreibt.

http://linde127.blogspot.de/2016/12/street-view.html Weiter