Samstag, 27. Januar 2018

Frank

Ich bin um 5 Uhr aufgewacht und zum Klo gegangen. Es fing grade an, hell zu werden und in vor der Terrasse sah ich einen sehr, sehr großen Wombat, so einen großen hatte ich noch nie gesehen. Es war noch zu dunkel, um ihn genau zu sehen, da teilte er sich plötzlich auf zwei Tiere: in Mutter und Kind! Ich hatte die beiden schon vorher hinter dem Haus gesehen aber war mir damals nicht sicher, ob ich mich getäuscht hatte, sie sind so schnell verschwunden. Die beiden grasten friedlich zusammen, ohne mich zu bemerken und zogen dann weiter. Das Kleine hielt sich immer ganz dicht bei der Mama. Gut, dass Lucy das verschlafen hat, sie hätte sich schrecklich aufgeführt.





Gegen 10 Uhr kam der Truckfahrer mit seiner Frau und sie holten Frank ab. Es war aufregend! Erstmal mussten wir alle ihn nach vorne, vor das Haus schieben, was nicht so leicht war wegen der teilweisen Steigung und den platten Reifen, aber es gelang. Dann ließ ihn der Truckfahrer neben seinen Truck rollen. Dort wurde er mit Ketten umwickelt und einfach mit einem Kran hochgehoben, auf den Truck. Der Fahrer erzählte währenddessen H. noch seine gesamten Goldgräbergeschichten, denn auch H.s Leidenschaft ist die Goldsuche.





















H. und D. waren dann total fleißig – H. baute die Solaranlage auf dem Outsleeper aus, so dass es jetzt doppelt so viel heißes Wasser gibt. Oder genau so viel Wasser, aber doppelt so heiß. D. zog los, und holte zwei Schubkarren voll Monster-Disteln aus den Feldern am Creek. Ich blieb hier, tröstete die jammernde Lucy, die total auf D. fixiert ist und unter jeder Trennung furchtbar leidet, und machte ein bisschen Hausarbeit. Während ich Äpfel zum trocknen schälte – S. hat einen ganzen Baum für mich freigegeben weil er die Äpfel nicht mag, sie sind aber einfach grandios: süßsauer und sehr saftig – währenddessen saß Lucy auf meinem Knie und wiiiimmerte. Wenn D. dann wieder da ist, ist alles vergessen und sie hüpft los wie ein ganzer Flohzirkus.
Jetzt sind sie fort, zurück nach Hobart. Sonntag fahre ich hin, weil wir am Montag wieder zu einer Ferienreise aufbrechen, bis Mittwoch. D. hat ein Haus irgendwo gemietet.

Heute ist Australien-Day, ein nationaler Feiertag, der die Gründung oder Entdeckung oder Eroberung Australiens feiert. Am Strand war es richtig voll. Ich schaute den Surfern zu und sah plötzlich etwas sehr großes, schwarzes unter der Wasseroberfläche auf sie zuschwimmen, es war ungefähr so groß wie ein Surfer mit Brett. Es muss ein Rochen oder sowas gewesen sein. Ein Surfer sah es, zeigte darauf, rief den anderen was zu. Es bog dann ab und schwamm ins offene Meer hinaus.






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