Ich muss versorgen: Lucy, Charly, Hase, Meerschweinchen, Tauben, drei Hühner, ein Hahn, die verwaiste Ente und ein Wallaby, das auf einem Auge blind ist.
Außerdem muss ich aufpassen, dass der Hase nicht ins Haus eindringt, denn er hat eine unbezähmbare Leidenschaft: er will das Internetkabel zerbeißen, was im Zimmer von H. und D. ist. Es ist ihm schon etliche Male gelungen, vom Garten aus in das Zimmer einzudringen, mittlerweile kennt er sogar den Weg durch das ganze Haus dorthin.
Außerdem muss ich Aprikosen ernten und die überreifen einfrieren. Als ich am späten Nachmittag am Baum war, der völlig von einem Netz eingehüllt ist, sah ich, dass ein Sperling unters Netz gelangt war und nun hoffnungslos anflog gegen die Maschen, sich verhederte, kraftlos hechelnd in der Hitze im Gewebe hing und immer wieder neue Versuche machte. Ich muss das Netz komplett losbinden und hochheben, dann konnte er entkommen. Was für eine Aufregung.
Die Ente kämpfte mit aller Kraft, aus dem Hühnergehege zu entkommen, als ich ging, sie hat mich richtig gebissen. Ich kann mich nicht erinnern, ob sie raus darf und ließ sie lieber nicht.
![]() |
| Trost suchen in Laras Bett. |
![]() |
| Draußen ist es auch nicht besser. |
![]() |
| Den Kopf in den Pfoten vergraben |
![]() |
| Die Straßen beobachten. |
![]() |
| Warten. |
![]() |
| Grübeln. |
Nur als ich die Leckerli rausholte, wurde sie wieder die alte: hellwach und aufgeregt.
Sie aß auch ihr Futter, trank, ging raus zum piseln, aber an sich tat sie nur eins: warten. Der Hase versucht, ihr beizustehen, aber sie erträgt niemand um sich.
Charly wartet auch, meist sitzt sie in der Nähe der Tür. Aber ich wurde auch ein paarmal angeflogen und auch ein bisschen angeknabbert. Sie hat reichlich Sonnenblumenkerne gekriegt und eine Aprikose.
Dann klingelte das Telefon. Ich ging ran: es war die Nachbarin R., die sich um die Pflanzen sorgt, weil es so heiß hier ist und sie ist im Norden von Tasmanien, in Launceston. Ich ging rüber, den Garten wässern.
![]() |
| Kookaburra. |
Am Abend dann das große Abenteuer: wie bringe ich die ganzen Tiere zurück zum Schlafen in den Stall? Ich fing mit dem Meerschweinchen an, das sehr scheu ist. Es versuchte, zu entkommen, aber war nicht schnell genug. Einmal in die Enge getrieben, hastete es schnell in den Stall, wo schon das Abendessen stand.
Der Hase wohnt im selben Stall, eine Etage höher. Er machte nur anstandshalber ein paar Ausbruchsversuche, er war zu gierig auf sein Futter und stürzte bald hastig die kleine Treppe hoch.
Dann hoch zu den Hühnern. Erstmal das freilaufende, das über den Zaun fliegen kann, wieder ins Gehege holen, was gut ging, denn es kam sofort artig angetrippelt. Und auch die Ente versuchte keinen Ausbruch, trotz geöffneter Tür. Dann hoch zum Stall und dort... ich wusste es nicht. Wie bringt man die Hühner in den Stall? Eins kam scheinbar gewohnheitsmäßig reingetakelt, ich gab ihm sofort Futter. Dann kam die Ente rein und fraß ihr das Futter weg, ein Streit entstand. Der Hahn und das andere Huhn blieben draußen. Dann ging die Ente wieder raus und der Hahn kam rein. Er bekam nichts von dem Futter ab. Und schließlich und endlich kam auch das andere Huhn. Als ich die Tür zubekommen hatte, war ich heilfroh.
Der Hase wohnt im selben Stall, eine Etage höher. Er machte nur anstandshalber ein paar Ausbruchsversuche, er war zu gierig auf sein Futter und stürzte bald hastig die kleine Treppe hoch.
Dann hoch zu den Hühnern. Erstmal das freilaufende, das über den Zaun fliegen kann, wieder ins Gehege holen, was gut ging, denn es kam sofort artig angetrippelt. Und auch die Ente versuchte keinen Ausbruch, trotz geöffneter Tür. Dann hoch zum Stall und dort... ich wusste es nicht. Wie bringt man die Hühner in den Stall? Eins kam scheinbar gewohnheitsmäßig reingetakelt, ich gab ihm sofort Futter. Dann kam die Ente rein und fraß ihr das Futter weg, ein Streit entstand. Der Hahn und das andere Huhn blieben draußen. Dann ging die Ente wieder raus und der Hahn kam rein. Er bekam nichts von dem Futter ab. Und schließlich und endlich kam auch das andere Huhn. Als ich die Tür zubekommen hatte, war ich heilfroh.
Charly war nicht in den Käfig zu bekommen, sie biss mich heftig. Also ließ ich sie so lange draußen, bis sie auf meine Schulter flog, als ich die Waschmaschine ausräumte. Dabei kommt sie immer auf meine Schulter, keine Ahnung, wieso. Ich ging sofort mit ihr zu ihrem Käfig und forderte sie unmissverständlich auf, einzusteigen. Ich hatte drinnen Futter für sie, sie ging also rein und ich konnte den Käfig abdecken.
In der Nacht weckte mich Lucy um halb drei, weil sie entdeckt hatte, dass die Terrassentür offen war und sie drang in mein Zimmer ein, um rauszugehen. Als sie wieder reinkam, weckte sie mich wieder.
Und dann weckte mich gegen 6 Uhr ein Stich... Ich war entsetzt, aber plötzlich wusste ich: es war ein MÜCKENSTICH! Kein Sandfloh oder sowas! Ein Mückenstich.
Ich stand auf, um was zu trinken. Derweil kam Lucy wieder und legte sich in mein Bett. Charly signalisierte unter ihrem Tuch, dass sie auch bereit sei, aufzustehen. Es ist sechs Uhr! Grade geht die Sonne auf! Alle bleiben liegen! Ich schob Lucy beseite und legte mich wieder hin. Sie wühlte sich in einen Platz dicht an mir, so dass ich mich nicht mehr bewegen konnte aus Angst, sie zu zerdrücken. Heute mache ich einen langen Mittagsschlaf!


















