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| Lucy im Pullover... |
Den Faerie-Shop gibt es dort schon immer, sagte S, für kleine Mädchen, die an Feen glauben. Man ging ein paar Stufen runter in den kleinen Raum, der komplett vollgestopft war mit Glitzerkram, Kleidchen, Schmuck, Zauberzeug und all der Ausrüstung, die von Feen gebraucht wird; er sah aus, wie eine überladene, kleine Schmuckschatulle. Selbst die Verkäuferin, sicher eine Studentin, war als Fee verkleidet.
Ich brach dann auf, weil ich unterwegs noch einen Walk am Marion Bay machen wollte, was an meinem Heimweg liegt und ein schöner, weißer Strand ist mit besonderen Muscheln. Dort ist dieser Film „Lion“ (?) gedreht worden, den ich immer noch nicht gesehen habe. D stattete mich mit Snacks aus und von H bekam ich ein frisch gebackenes Sauerteigbrot mit. Er hatte mir im Navi den Parkplatz für den Strand markiert.
Ich bog dann an einer Tankstelle ab, wo das Schild zum Marion Bay wies, während das Navi noch rumsuchte. Dann sagte es zu meiner Verblüffung, ich soll umkehren, das ging da aber nicht und ich sah es auch nicht ein. Dann sagte es, es berechnet die Route neu. Dann sagte es, es habe das GPS-Signal verloren. Das wiederholte es eine zeitlang. Derweil gondelte ich langsam durch eine beschauliche, schöne Landschaft. Die kurvige Straße überwand Hügel und Wälder und passierte kleine Höfe oder hinter prächtigen Blumengärten versteckte Häuschen und viele weidende Kuhherden. Kein Auto begegnete mir, niemand fuhr dort lang. Dann meldete sich das Navi wieder und begann mich zu leiten. Immer wieder verlangte es, ich solle abbiegen, was ich auch tat, denn es hatte offensichtlich einen Plan. Ich hatte mittlerweile völlig die Orientierung verloren, bis ich schließlich an der Tankstelle wieder rauskam, an der mein Irrweg begonnen hatte. Hier wollte das Navi, dass ich zurück Richtung Hobart abbiege. Da habe ich es dann abgeschaltet. Es ist mir nicht geheuer, dieses Navi. Als ich K und R vom Flughafen abholte, hatte ich ihre Airbnb-Adresse eingegeben, wohin es uns auch brachte, aber als Zwischenziel hatte sich mein Lieblingsgeschäft Shiploards in unsere Route eingeschlichen, und ich hatte es nicht bemerkt. Shiploards war in einer völlig anderen Gegend als unser ursprüngliches Ziel. H meinte, das Navi würde von meinem Unbewussten gesteuert. Das macht es zu einem gefährlichen Gegner. Wieso es mir Marion Bay verweigerte, ist mir aber ein Rätsel. Wahrscheinlich wollte es mich schon wieder zu Shiploards bringen, es kann wohl nicht anders.




















